Alle Richtlinien - Wählen Sie einen weiterführenden Link:

 

Über Wasser-DE

Mit Wasser-DE soll schrittweise der Zugang zu online verfügbaren fachspezifischen Informationen der Wasserwirtschaft in Deutschland (Dokumente wie z. B. Gesetze, Verordnungen, Berichtsdokumente, Hintergrundinformationen, Web-Dienste), welche vorrangig durch die Länder selbst angeboten werden, nach Themen, Ländern, Flussgebieten standardisiert erfolgen.

Das Ziel ist es, für die vernetzte Wasserwirtschaft (Bund, Länder) verwaltungsübergreifende Informationsintegration effizient und effektiv umzusetzen.

Wasser-DE unterstützt die digitale Vernetzung der Verwaltung, indem es ermöglicht, verschiedene Datenquellen übergreifend zu verknüpfen, Daten für unterschiedliche Zwecke und Anwendungen wiederzuverwenden. Das Angebot wird schrittweise weiter ausgebaut.

Glossar

Bestandsaufnahme

Beschreibung der Ist-Situation von Oberflächengewässern und Grundwasser. Sie enthält die Prüfung der Belastungssituation, die Beurteilung der Auswirkungen auf den Gewässerzustand, das Verzeichnis der Schutzgebiete sowie die wirtschaftliche Analyse.

Bewirtschaftungsplan

Bezieht sich auf ein gesamtes Flussgebiet oder einen Teil davon und ist das zentrale Element zur Umsetzung der WRRL. Er enthält eine Beschreibung des jeweiligen Gebiets, die Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme, die überwachungsprogramme und Zustandsbewertungen, eine Zusammenfassung des jeweiligen Maßnahmenprogramms zur Erreichung der Bewirtschaftungs/Umweltziele und mit der jeweiligen Fortschreibung auch Aussagen zu den änderungen gegenüber dem vorangegangenen Plan und zu den Fortschritten bei der Umsetzung von Maßnahmen und der Zielerreichung.

Biologische Qualitätskomponenten

Im Wasser lebende Tier- und Pflanzengruppen, die zur Bewertung des ökologischen Zustands eines Oberflächengewässers herangezogen werden.

Diffuse Belastung

Stoffeintrag in Gewässer, der über größere Flächen erfolgt, z. B. Nährstoffeinträge aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Diffuse Quellen

Eintragspfad, über den Stoffe über größere Flächen oder. aus einer nicht genau lokalisierbaren Stelle in Gewässer gelangen.

Ergänzende Maßnahmen

Das Maßnahmenprogramm enthält gemäß Art. 11 Abs. 2 WRRL „grundlegende“ Maßnahmen und bei Bedarf „ergänzende“ Maßnahmen. Ergänzende Maßnahmen sind notwendig, wenn die gesetzlichvorgeschriebenen (grundlegenden) Maßnahmen zum Gewässerschutz nicht ausreichen, um den guten Zustand zu erreichen. Ergänzende Maßnahmen sind zusätzlich in die Maßnahmenprogramme aufzunehmen.

HMWB - 'Heavily Modified Water Body“ Erheblich veränderter Wasserkörper

Oberflächenwasserkörper, der durch physikalische Veränderungen durch den Menschen in seinem hydromorphologischen Wesen erheblich verändert und als solcher eingestuft ist.

WRRL - Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Richtlinie 2000/60/EG. Richtlinie des Europäischen Parlaments und desRates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen zum Schutz der Gewässer in Europa. Ziel der WRRL ist es, die Einzugsgebiete von Flüssen und Seen sowie übergangsgewässer, Küstengewässer und Grundwasservorkommen so zu bewirtschaften, dass ein sehr guter oder guter Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial bei künstlichen und erheblich veränderten Oberflächenwasserkörpern erhalten bzw. erreicht wird. Eine Verschlechterung des Zustands der Wasserkörper ist zu vermeiden.

Fließgewässertyp

Gliederung/Zusammenfassung einzelner Fließgewässer nach gemeinsamen (z. B. biozönotischen, morphologischen, physikalischen, chemischen, hydrologischen) Merkmalen. Für Fließgewässertypen werden Leitbilder (Referenzzönosen) beschrieben, die als Maßstab zur Bewertung der Gewässerqualität dienen.

Flussgebietseinheit (FGE)

Größte nach der WRRL zu bewirtschaftende Raumeinheit. Ein für die Bewirtschaftung von Einzugsgebieten festgelegtes Land- oder Meeresgebiet,das aus einem oder mehreren benachbarten Einzugsgebieten und den ihnen zugeordneten Grundwässern und Küstengewässern besteht (s. Art. 3 Abs. 1 WRRL).

Flussgebietsspezifische Schadstoffe

Schadstoffe und Schadstoffgruppen mit flussgebietsspezifischer Bedeutung (in Ergänzung der europaweit relevanten „prioritären Stoffe“).

Gewässerkategorie

Oberflächengewässer werden in Flüsse, Seen, übergangsgewässerund Küstengewässer eingeordnet.

Gewässertypen

Gliederung/Zusammenfassung von Gewässern, die sich hinsichtlich der ökoregion und weiterer biozönotisch relevanter, abiotischer Kriterien wie etwa hydromorphologischer und physikalischchemischer Merkmale ähneln. Gewässertypen sind die Grundlage für die Bewertung des ökologischenZustands der Oberflächengewässer nach gewässertypspezifischen Lebensgemeinschaften.

Grundlegende Maßnahmen

Das Maßnahmenprogramm muss gemäß Art. 11 Abs. 2 WRRL sog. grundlegende Maßnahmen umfassen und kann bei Bedarf weitere ergänzende Maßnahmen enthalten. Grundlegende Maßnahmen sind alle in Art. 11 Abs. 3 der WRRL bezeichneten Maßnahmen, die der Erreichung der Bewirtschaftungsziele dienen oder zur Erreichung dieser Ziele beitragen. Sie beinhalten unabhängig vom Gewässerzustand zu erfüllende (gesetzliche) Anforderungen zum Schutz der Gewässer.

Grundwasserkörper (GWK)

Ein einheitliches, bedeutendes, abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter.

Guter Zustand Grundwasser

Zustand eines Grundwasserkörpers, der sich in einem „guten“ mengenmäßigen (siehe WRRL Anhang V, Tabelle 2.1.2.und chemischen (siehe WRRL Anhang V, Tabelle 2.3.2) Zustand befindet.

Guter Zustand Oberflächengewässer

Der Zustand eines Oberflächenwasserkörpers, der sich in einem „guten“ ökologischen (siehe WRRL Anhang V) und chemischen (eine überschreitung von Umweltqualitätsnormen für Schadstoffe gemäß WRRL Anhang IX und Art. 16 Abs. 7 oder anderen einschlägigen Rechtsvorschriften) Zustand befindet.

Gutes ökologisches Potenzial Oberflächengewässer

Statt des guten ökologischen Zustands ist bei erheblich verändertenund künstlichen Wasserkörpern das gute ökologische Potenzial maßgebend, das die Nutzung bzw. Erfordernisse zur Veränderung des Wasserkörpers mit berücksichtigt (sehe WRRL Anhang V, Tabelle 1.2.5).

LAWA (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser)

Arbeitsgremium der Umweltministerkonferenz (UMK) innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Mitglieder der LAWA sind die obersten Landesbehörden für Wasserwirtschaft und Wasserrecht der Bundesländer und seit 2005 auch der Bund (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)). Siehe www.lawa.de

Maßnahmenprogramm

Programm für einen Bewirtschaftungszyklus (sechs Jahre) mit grundlegenden und ergänzenden Maßnahmen (vgl. § 82 Abs. 2 WHG) zur Erreichung der definierten Umweltziele in den Wasserkörpern.

Monitoring

überwachung der Gewässer nach Art. 8 WRRL, untergliedert in überblicksweise überwachung, operative überwachung und überwachung zu Ermittlungszwecken. Das Monitoring dient dazu, den Zustand von Gewässern zu ermitteln und die Wirkung von Maßnahmen zu überprüfen.

Oberflächengewässer

Zusammenfassender Begriff für Fließgewässer und Seen.

Oberflächenwasserkörper (OWK)

Ein einheitlicher und bedeutender Abschnitt eines Oberflächengewässers, z. B. ein See, ein Speicherbecken (Seewasserkörper), ein Strom, Fluss oder Kanal, ein Teil eines Stroms, Flusses oder Kanals (Flusswasserkörper), ein übergangsgewässer oder ein Küstengewässerstreifen.

Planungseinheit

Nach hydrologischen Merkmalen abgegrenzte, regional bewirtschaftbare räumliche Einheit.

Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts. Enthält Bestimmungen für die Bewirtschaftung der Gewässer, um dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen.

Wasserkörper (WK)

Kleinste zu bewirtschaftende Einheit nach WRRL. Einheitliche und bedeutende Abschnitte eines oberirdischen Gewässers oder Küstengewässers (Oberflächenwasserkörper) sowie abgegrenzte Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter (Grundwasserkörper);